Bei schönem Wetter und geselliger Atmosphäre spielten die Barons an diesem Wochenende gegen die Giants 2 in Schweinfurt.
Der Vorletzte der Landesliga Nord war beim Letzten der Tabelle zu Gast. Zu erwarten waren also zwei freundschaftiche Spiele mit ausgeglichenem Kräfteverhältnis. Der Tross der Memmelsdorfer, immerhin 7 Fans, wurde nicht enttäuscht.

Barons 13 – Schweinfurt 6

In der Eröffnung brachte der erste Pitcher der Giants die Bälle nur unkontolliert über die Platte und musste fast alle Memmelsdorfer Batter ohne At Bat auf die erste Base ziehen lassen. Hits gelangen dennoch Ole Frank und Nico Eichhorn, Joshua Greens Schlag tief ins Center Field wurde zwar aus der Luft gefangen, aber als Sacrifice brachte er einen Läufer heim. In gewohnter Manier nutzen die Baserunner jede Chance und konnten 7 Stolen Bases allein im ersten Inning vorweisen. Ein Balk und zahlreiche Wild Pitches ließen die Lineup schnell durchlaufen und nach dem zweiten Walk im selben Inning auf den selben Schlagmann wechselten die Giants auf Pitcher Nr. 2. Mit Runnern auf 1 und 3 beendete ein zu kurzer Schlag zum Thirdbaseman das Inning. Schon jetzt führten die Barons mit 6 Runs.

Auf dem Mound konnte offenbar Starter Maximilian Maag nicht an Leistungen früherer Jahre anknüpfen. Fast alle Pitches gingen weit an der Strikezone vorbei. Diesmal wurde aber aus dem Fehler aus Erlangen gelernt. Der Coach reagierte deutlich früher auf die Situation und gab bei einem Aus und 3 Walks bereits nach dem Schlagmann Nr.4 den Ball in die Hände Daniel Deubers, der das erste Inning dann souverän ohne weitere Verluste beendete. Mit einem sehenswerten Homerun im 2.Inning und einigen Doubles im 3.Inning gab er zwar auch einige Hits ab, aber das Win war ihm nicht zu nehmen.

Den weiteren Spielverlauf veränderten die Giants mit den verschiedenen Pitchern nur geringfügig, es blieb vor allem bei Walks, Wild Pitches und Hit by Pitches. So konnten die Barons ihre Führung ausbauen und auch mal neue Taktiken ausprobieren. So führte ein Double Steal bei Arthur Schröder zwar zum Caught Stealing am 2.Base, aber der gleichzeitig vom 3.Base gestartete Joshua Green konnte punkten. Als letzten Pitcher setzten die Schweinfurter den jungen Kilian Greenwell ein. Er bereitete dann den Barons ein kurzes 4. Inning. Aber auch die Defense der Barons machte im 4.Inning kurzen Prozess. So führten die Memmelsdorfer ihren Vorsprung zu einem sicheren Sieg beim Erreichen der Spielzeitbegrenzung.

Barons 11 – Schweinfurt 8

Das zweite Spiel bot wegen der höheren Pitcherleistung bei den Giants etwas mehr Unterhaltung. Pitches mit hoher Geschwindigkeit lassen sich eben auch weiter schlagen. Und das gelang zum Auftakt Daniel Deuber und Ole Frank, später auch Tobias Graner und Maximilian Maag. Sehenswert auch der Hit Joshua Greens im 4.Inning: der Ball sprang an der left foul line entlang, aber erst nach dem 3.Base ins Aus. Das führte zu einiger Verwirrung in der Schweinfurter Abwehr, die sich über den fair gegebenen Ball erst bewusst werden mussten und bis sie diesen wieder ins Spiel geholt hatten, erreichten Ole Frank und Maxi Maag das Homebase. Spannung wurde dem Zuschauer auch geboten, weil die Giants nun dem allzu aggressiven Baserunning der Barons etwas Einhalt gebieten wollten. Maximilian Heid erreichte mit seinem Schlag ins Right Field sicher das 2. Base und wurde beim anschließenden, ebenfalls bemerkenswerten Schlag tief ins Center Field von Joschua Green, ein wenig zu optimistisch über das 3. Base direkt Home geschickt. Auch Green wurde durch ein CS am 3.Base gestoppt.

Ole Frank zeigte als Starting Pitcher seine Nervenstärke. Nach zwei Hits und zwei Walks hatte er die gegnerischen Batter dann unter Kontrolle. Für diese Liga kann sich das Verhältnis von Strike Outs zu Walks von 5:6 durchaus sehen lassen. Im 4. und vor allem im 5.Inning witterten die Giants noch einmal Morgenluft. Der komfortable Vorsprung von 9 Runs schmolz durch ein paar unkonzentrierte Defenseaktionen und einem konsequenteren Base Stealing der Giants auf 3 Runs zusammen. Coach Schröder ließ Florian Maag auf den Mound. Leider zeigte auch er nicht die erwartete Leistung. Ein Wild Pitch und ein Hit sicherten dem Gegner 2 Runs. Nach einem weiteren Walk wollte der Coach bei 2 Aus den Sieg nicht leichtfertig hergeben. Mit Runnern auf 1 und 3 stand der potentielle Ausgleichspunkt am Schlagmal: Grosin, dem zuvor schon 2 Hits gelungen sind. Daniel Deuber kam abermals zum Pitchen. Und die Spannung wurde zum Spielende auf den Höhepunkt getrieben: Deuber verpasste dem Schweinfurter Grosin ein Strike Out, doch der Ball wurde vom Catcher fallengelassen und Batter und Runnner durften laufen. Erst der sichere Wurf vom Catcher auf das erste Base beendete den Krimi mit dem 3.Aus und sicherte dem Reliever das Save, Ole Frank das Win und den Barons den Sieg.