Bei sommerlichen Bedingungen eröffneten die Barons die Herbstrunde am vergangenen Wochenende mit den Ansbach Athletics zu Gast. Eingehüllt in karibische Sänge und Klänge gingen die Barons trotz kämpferischen Siegeswillens in beiden Spielen unter.

Memmelsdorf 10 : Ansbach 13

Der große Tross der Ansbacher brachte nicht nur großen Hunger und Durst mit, was das Catering des Bamberger Fördervereins Baseball besonders erfreute, sie hatten auch ihre eigene Musik dabei und beschallten alle Zuschauer und auch das Spielfeld ohne Unterbrechung. Auch auf dem Feld unterhielten sich die Spieler lautstark untereinander und mit den eigenen Fans. Damit schien es den Athletics zu gelingen, die Barons aus dem Konzept zu bringen. Abermals gab der Coach Arthur Schröder den Spielbeginn in die Hände Thomas Tempels als Pitcher. Nach zwei kurzen Hits schien der Gegner mit einem Pop Up und einem Strikeout unter Kontrolle gebracht zu sein. Doch nun brachte eine schier unendliche Serie an Walks und Hits einfach zu viele Punkte auf das Konto der Ansbacher. Beim Stande von 6:0 und Bases loaded wechselte Schröder endlich den Pitcher und beendete das Dilemma auf dem Mound mit Daniel Deuber. Auch wenn ein Fehler des Short Stops ein sofortiges Ende und damit die Abwehr 3 weiterer Runs verhinderte, führte der neue Pitcher die Mannschaft ohne eigene Runs aus dem Inning. In der Offense hatten es die Barons zunächst nicht so schwer, denn auch der gegnerische Pitcher hatte seine Mühen, den Ball in die Zone zu werfen. Eine Serie von Walks ließen die Barons bis auf 9:5 aufschließen; aber ein Missverständnis im Baserunning führte dann zu einem kuriosen 3. Aus des Läufers auf Home. Das zweite Inning brachte keine Runs für Ansbach, die Barons profitierten vor allem von Fehlern des Gegners, konnten aber nur auch 9:7 verkürzen. Im 3. Inning bauten dann die Ansbacher ihren Vorsprung auf 13:7 aus. Dafür waren nicht nur die 3 Hits verantwortlich. Im 3. Inning lieferten sich die Barons 3 ihrer 4 Errors. Umgekehrt zeigten sie aber den ungebrochenen Willen, das Spiel doch noch zu kippen. Mit ihrem berüchtigten Baserunning, abgestimmt oder auch mal spontan, gelangen die 3 Runs ins besonders über freches stehlen der Bases. Nach einem beiderseitigen punktlosen 4. Inning war so wie die Zeit auch die Hoffnung auf einen Sieg für die Barons dahingeschmolzen.

Memmelsdorf 16: Ansbach 17

Im zweiten Spiel des Tages schienen die Athletics eine andere Strategie zu verfolgen. Nun waren sie es, die durch vorwitziges Base stealing die Punkte gewannen. Allein zwei klare, erfolgreiche Homesteals waren für den geneigten Zuschauer durchaus sehenswert. Ole Frank auf dem Mound gelang es nicht, konstant Strikes zu werfen. Da der Ball so gut wie nie wirklich ins Spiel gebracht wurde, zog sich das 1. Inning beinahe eine halbe Stunde hin und versetzten, begünstigt durch 2 Errors, die Barons abermals mit 10:0 in einen deutlichen Rückstand. In der Offense setzten die Barons mit 5 Hits bei 5 Battern einen unverkennbaren Akzent. Leider reagierten die Athletics sofort und brachten einen Pitcher, der nach zwei Strikeouts zunächst keine selbstverschuldete Runs mehr zuließ. Das zweite Inning war überschattet von einem sichergeglaubten Aus auf Home bei Bases loaded. Arthur Schröder, selten in der Position des Thirdbaseman, warf den Ball am Catcher vorbei und erlaubte allein mit dieser Aktion 2 Runs. Auch die Pitches von Ole Frank schienen den Battern nun besser zu liegen. Die Batter nahmen alles was ihnen vor den Schläger kam. Coach Arthur Schröder wechselte sich nun selbst zum Pitcher und durchbrach die Hitserie. In der Defense spielte man fortan konzentriert und kam beim Stande von 17:7 nun wieder selbst zum Schlagen. Im zweiten Inning waren die Pitches des Gegner derart unpräzise, dass von 6 Battern allein 4 mit einem Hit by Pitch das erste Base erreichten. Auch ein später Pitcherwechsel brachte keine Verbesserung und so wurden die Spieler der Barons auf den Bases vom Gegner weitergeschoben. Herangekämpft auf nur noch eine Punkt Rückstand in der unteren Hälfte des 2. Innings, bei 2 Aus, kam es zum Show down: der potentielle Ausgeichspunkt stand auf der 3. Base und der Siegesrun auf dem 2. Base. Es hieß für die Barons „Do or Die“. Der unglücklich kurze Schlag Nico Eichhorns vor das erste Base, wo dem Firstbaseman das 3. Aus unassisted gelang, beendete das Inning und wegen des erreichten Zeitlimits sicherte es auch den knappen Sieg für die Ansbacher.