Als Fünfter der Landesliga Gruppe Nord war die erste Mannschaft der Memmelsdorf Barons heute zu Gast beim Tabellenführer White Sox in Erlangen.Ein Sieg, zumindest bei einem der beiden Spiele, wäre eine echte Überraschung gewesen. Das erste Spiel wurde vorzeitig beendet unter Anwendung der Mercy Rule, die der Schonung eines stark unterlegenen Gegners dient. Im zweiten Spiel kam die Zeitbegrenzung der Mercy Rule gerade noch zuvor.

Barons 4 : White Sox 14

Von Anfang an wollten die Barons ihr aggressives Baserunning zeigen. Doch nicht nur mit dem mageren Verhältnis von 6:2 Stolen Bases zu Caught Stealings blieb man hinter den eigenen Ansprüchen zurück, auch trugen nur 2 Stolen Bases überhaupt zu einem Punktgewinn bei. Auf die ungewöhnlich langsamen und teilweise im Bogen hereintropfenden Pitches des Timothy Brown fanden die Memmelsdorfer keine geeignete Antwort. Die geschlagenen Bälle landeten zu oft direkt im gegnerischen Handschuh oder waren zu kurz, als dass man die erste Base damit hätte erreichen können. So profitierte man bei 3 von 4 Punkten von Fehlern des Gegners. Sehenswerte Hits, wie der mit RBI von Moritz Schmidt im 5. Inning, waren selten. Verloren wurde das Spiel aber hauptsächlich mit Pitcher Thomas Tempel. Er ließ allein im 1. Inning mit 3 BB, 3 HP und 5 Hits 10 Runs zu. Die zahlreichen Wild Pitches ließen den agilen Catcher Ole Frank bei kühlen 20 °C ordentlich ins Schwitzen kommen. Im Fielding blieben die Barons fehlerfrei.

Barons 3 : White Sox 12

Dass die Barons im zweiten Spiel insgesamt nur 2 Hits zu verzeichnen hatten, ist nicht auf eine außerordentliche Performance des Erlangener Werfers J. Hitz zurückzuführen. Mehr als die Hälfte aller Aus waren Fly Outs! Der 2RBI Single von Daniel Deuber im 4. Inning war da ein Lichtblick, wurde aber durch ein zwar kämpferisch starkes, aber verlorenes Run Down Play des jungen Nico Eichhorn vorzeitig beendet. In der Defence hatte Ole Frank auf dem Mound mit einem deutlich präziseren Wurf den Gegner zunächst gut unter Kontrolle. Doch der 2 RBI Home Run von David Gerrity im 3. Inning hätte für das 4. Inning taktisch genutzt werden können: 2. und 3. Base waren besetzt und Gerrity wieder am Schlag. Ein Intentional Walk bei 2 Aus hätte eine Force Play Situation auf allen Bases erzeugt, die mit etwas Glück über ein leichter zu erreichendes Force Out die 3 weiteren Punkte vermieden hätte – Spekulation. Und im 5. Inning wurde es abermals spannend: beim Spielstand von 3:7 und 2 Aus waren mit Maximilian Heid, Joshua Green und Florian Maag die Bases loaded. Mit Thomas Tempel am Schlag hätte der Ausgleich erreicht werden können. Die Erlangener wechselten ihren Pitcher auf den aus dem 1. Spiel bekannten Timothy Brown. Tempels weiter Schlag ins Left Field wurde vom Outfielder gefangen. Für Brown war das ein ‚Save‘, für die Barons das ‚Loss‘. Head Coach Arthur Schröder versuchte über einen Pitcherwechsel auf Florian Maag den Gegner zu stoppen und sich in ein 6. Inning zu retten. Doch auch Maag musste mit 4 Hits, 1 BB und 1 HP 5 Runs hinnehmen.